Der Mozart der Mausefalle
Der Wahl-Adneter Schi-Star Fritz Strobl im Mozart - Kostüm und wie es dazu kam

Aus dem Regionalmagazin - Hallo - April 2007 -
Mit Fritz Strobl sprach Brigitte Weichenberger




Fritz Strobl über den Abschied, über Mozart, und sein persönliches Glück.
„Dass die paar Strophen so einschlagen, hätt ´ keiner gedacht“



"– ich hab´s als riesen Gaudi geseh`n - also, ganz ehrlich – der Mozart wär sicher kein Fan von dem Lied!"












Fritz, du hast dich mit dem Iglo – Song auf Platz 2 der Hitparade gesungen – ein absoluter Ohrwurm, wie kam es dazu?

Nun, in jedem Iglo-Spot gibt´s eine Leitfigur oder Favoriten, da hat´s halt mich erwischt und ich wurde zum Singen eingeteilt. Ich hörte das Lied vom Computer, genialer Text (lacht), Musik passt auch – ich hab´s als riesen Gaudi geseh`n - also, ganz ehrlich – der Mozart wär sicher kein Fan von dem Lied!

Dass die paar Strophen so einschlagen, hätt ´ keiner gedacht, aber manche Dinge passieren, die kann man nicht planen oder voraussehen, das war halt eine gute Idee. Lange Proben gab´s auch nicht – das war eine Stegreif – Nummer. Als die Welle der Begeisterung immer größer wurde, trat unser Hauptsponsor Iglo an uns heran und bat zugunsten des österreichischen Behindertensports unter Produzent Klaus Biedermann ( DJ Ötzi – Anton) ein ganzes Lied mit uns Abfahrern aufzunehmen. Hans Grugger, Andi Buder, Klaus Kröll, Werner Franz und ich waren von dieser Idee nicht so begeistert, aber ich sagte mir, was haben wir schon zu verlieren, probieren wir´s , wenn´s absolut furchtbar klingt, lassen wir´s. Am Turracher Hof wurde uns ein Tonstudio eingerichtet, denn das Training sollte darunter nicht leiden. Singen für einen guten Zweck ist eine schöne Sache, Songcontest- Ambitionen oder so hab´ich aber keine…

Wie sieht dein Leben nach

Super-G und Abfahrt aus? Zieht ihr jetzt nach Kärnten?

Nein, wir bleiben vorerst in Adnet, wir möchten unsere Kinder Mario und Simon ( 9 und 5 Jahre) nicht aus ihrer gewohnten Umgebung reißen. Den Sommer verbringen wir in Kärnten.

Punkto Arbeit könnte ich wieder in meinen alten Beruf als Polizist zurück – aber da möchte ich mich noch nicht festlegen. Langweilig wird mir bei den vielen Terminen sicher nicht, in nächster Zeit steht Linz auf dem Programm, zur Ehrung aller Medaillengewinner wird mir auch die goldene Schallplatte für 15000 verkaufte CD´s überreicht.

In all den Jahren meiner langen Karriere war ich immer froh, meine Familie ohne schlechtes Gewissen verlassen zu können, das ist ganz der Verdienst meiner Frau Bettina, die singt übrigens viel besser als ich. Wenn man keinen verständnisvollen Partner hat, wird´s schwierig, denn ein Rennläufer kann nicht lange zu Hause sein. Eines möchte ich noch abschließend sagen: Ich hatte zwar im Schirennsport nicht immer Glück, war aber immer auf der glücklichen Seite!



Fritz Strobl macht nicht nur im Mozartkostüm eine gute Figur: Wegen seines eleganten und ruhigen Fahrstils wurde er auch „ the Cat“ genannt. Auch wenn er in seiner Kariere so manche Durststrecke zu bewältigen hatte, so erzielte Fritz eine bemerkenswerte Medaillenausbeute: Silber im Super G, Gold im Mannschaftsbewerb, und - last not least - eine Goldene Schallplatte für -15.000 verkaufte Tonträger. .



Der Erlös aus dem Verkauf kommt zur Gänze dem österreichischen Behindertensport zu Gute





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