Aus dem Regional Magazin - 02 2010

Stutenexport nach Indien

Der bisher größte österreichische Pferdeexport mit Tennengauer Beteiligung

von Petra Wallinger

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Hans Siller mit seinem zurückgebliebenen Fohlen Ronja, dessen Mutter nach Indien exportiert wurde. „Der Erlös für meine Stute war sehr gut, und es wurde der übersättigte Markt wieder bereinigt“, fügt Siller hinzu. Bild Wallinger

Bei einem weltweit ausgeschrieben Pferdeexportgeschäft nach Indien erhielten österreichische Züchter den Zuschlag. Der Tennengauer Noriker-Stuten-Züchter Hans Siller aus St. Koloman ist einer davon.

Die Austrovieh Export-Import GmbH wickelte vergangenen Oktober und November in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft der Norikerpferdezüchter Österreichs den größten Pferdeexport der jemals in Österreich abgewickelt wurde ab:. 412 Norikerstuten und 4 Norikerhengste aus ganz Österreich wurden nach Indien exportiert.

Die Stuten wurden von den indischen Käufern bei Musterungsterminen genau untersucht. Auf den Zustand der Zähne und Hufe. Auf die Größe der Pferde wurde besonders Wert gelegt. Kontrolliert wurden die zum Verkauf stehenden drei- bis fünfjährigen Stuten aus Kuchl, Golling, Scheffau, Bad Vigaun und St. Koloman von den Indern beim Apfelkochgut in Kuchl.

Die vierhundertste Stute die von den Indern gekauft wurde.

Norikerstute „Spiagl” von Josef Schnöll, Sillbauer in St. Koloman, mit den 3 Tierärzten aus Indien, Ing. Johann Haberl, Mag. Wilhelm Popatnig und Dipl. Ing. Johann Wieser Geschäftsführer des Landespferdezuchtverbandes Salzburg. Bilder (2) Wieser Johann

Hans Sillers Norikerpferde aus St. Koloman ist einer der Züchter aus dem Tennengau, dessen Pferde der geforderten Qualität entsprachen. Seine Norikerstute Romy ist nun im Norden Indiens zur Züchtung von Arbeits- und Tragtieren für die unwegsamen Bergregionen.

Nach 30-tägiger Isolation konnten von rund 560 Norikerpferden, 412 Stuten und 4 Hengsten aus ganz Österreich die Reise nach Indien antreten. „Die Pferde wurden auf Lastwagen verladen und nach Linz gebracht und von dort aus nach Indien geflogen“, erzählt Siller. Alle Tiere sind unbeschadet in Indien angekommen, und die Käufer sind sehr zufrieden mit den Pferden. Die indische Regierung verfolgt mit den gebirgsgängigen Kaltblutpferden aus Österreich ein groß angelegtes Zuchtprogramm. Wallinger