Aus dem Regional Magazin - 03 2010

Wieder „wildes baden“ an der Taugl?

Naturschutzbehörde setzt temporäre Sperre aus dem Jahr 2001 für zwei Jahre aus

von Alois Frauenhuber

Naturschützerin Petra Grill aus Kuchl (Mitte), war die treibende Kraft für die besonderen Lebensgemeinschaften von Tieren und Pflanzen am Tauglgries. Sie fand mit Mag. Barbara Schnitzhofer-Stegmayer von der Bezirkshauptmannschaft Hallein im Jahr 2001 Unterstützung. Rechts Michael Neureiter.
Bild RM

KUCHL. Mit viel Engagement der Naturschutzbehörde wurde im Frühjahr 2001 ein Bereich des Tauglgries temporär vom 1. April bis zum 31. Juli durch ein Betretungsverbot geschützt. An den verbliebenen ausgewiesenen Naturbadebereichen von der Enge der Römerbrücke, wo die Taugl in den bankigen Felsen einschneidet, bis zum Beginn der großen Kiesflächen wurde auch Grillen und Campen ab 22 Uhr verboten.










Der Tauglgries, Bade und Grillparadies.
Bilder RM






Zwischenzeitig ist der Tauglgries „Europaschutzgebiet“ geworden. Die Gemeinden Bad Vigaun und Kuchl, in denen das Schutzgebiet liegt, haben eine Ausnahmebewilligung vom Betretungsverbot in der östlichen Betretungsverbotszone nach § 4 der Tauglgries Natur- und Europaschutzgebietsverordnung beantragt. Die Naturschutzbehörde hat diese Vorgangsweise, befristet auf zwei Jahre, vorgeschlagen. Aus ornithologischer und naturschutzfachlicher Sicht ließe sich eine derartige Ausnahmebewilligung rechtfertigten, da in der genannten Verbotszone aktuell keine Brutvorkommen geschützter Arten festzustellen sind. Michael Neureiter zur neuen Lage: Wir sind älter und gescheiter geworden. Neureiter arbeitet jetzt an einem neuen Konzept, „Projekt Lebensader Taugl“, für diese schützenswerte Landschaft!

Der damalige Landtagsabgeordnete Michael Neureiter war überzeugt, „die Bevölkerung muss über die Bedeutung dieses kostbaren Landschaftsgebietes gut informiert werden“. Das Projekt „Lebensader Taugl“ soll die Bedürfnisse der Bevölkerung und die des Naturschutzes für diese schützenswerte Landschaft wieder vereinen.

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Alois Frauenhuber, Herausgeber